MVO-Leitfaden
QR-Code an der Maschine: kein Zwang, aber der einfachste Weg
Die MVO schreibt keinen QR-Code vor — verlangt aber einen dauerhaften digitalen Zugangsweg. Der Code ist der De-facto-Standard.
Kein QR-Zwang, aber der einfachste Weg
Die Maschinenverordnung schreibt an keiner Stelle das Wort „QR-Code" vor. Sie verlangt etwas anderes: einen dauerhaft funktionierenden Weg, über den der Verwender die digitale Betriebsanleitung erreicht — angegeben an der Maschine, auf der Verpackung oder im Begleitdokument.
In der Praxis läuft fast jede Umsetzung auf den QR-Code am Typenschild hinaus, denn er erfüllt alle Anforderungen auf einmal: maschinenlesbar, ohne App scanbar, dauerhaft an der Maschine und direkt mit der richtigen Dokumentation verknüpfbar. Er ist damit der De-facto-Standard der MVO-Umsetzung.
Anforderungen an den Code
Damit der QR-Code seine Aufgabe über die Maschinenlebensdauer erfüllt, muss er mehr können als ein Marketing-Code auf einem Flyer:
- Physisch dauerhaft: wetterfest oder direkt ins Typenschild gelasert — ausgelegt auf 15 bis 25 Jahre Maschinenleben.
- Stabile Ziel-URL: Der Link darf nie ins Leere zeigen, auch nicht nach Website-Relaunches oder Umfirmierungen.
- Maschinenspezifisch: Der Scan führt zur Akte genau dieser Maschine — nicht auf die Hersteller-Homepage mit Suchfeld.
- Genormt verknüpft: Die internationale Norm IEC 61406 („Identification Link", Nachfolger der DIN SPEC 91406) beschreibt genau dieses Muster eines eindeutigen, maschinenlesbaren Produktlinks.
Umsetzung mit docks
docks vergibt für jede Maschine einen permanenten 6-stelligen Shortcode und erzeugt daraus den QR-Code fürs Typenschild. Die Dokumente dahinter lassen sich jederzeit aktualisieren und versionieren — der gelaserte Code bleibt unberührt. Sensible Bereiche wie Schaltpläne sind per PIN geschützt, die Ziel-URL ist vertraglich für 10 Jahre garantiert.
Mehr zum Konzept des digitalen Typenschilds nach IEC 61406 zeigt unsere Seite zum digitalen Typenschild. Und ob Ihre Umsetzung vollständig ist, prüfen Sie am schnellsten mit der MVO-Checkliste 2027.
FAQ
Häufige Fragen
Ist ein QR-Code an der Maschine Pflicht?
Nein, die MVO schreibt kein bestimmtes Medium vor. Sie verlangt einen dauerhaften, an der Maschine angegebenen Zugangsweg zur digitalen Betriebsanleitung — der QR-Code am Typenschild ist der etablierte und einfachste Weg, das zu erfüllen.
Was muss hinter dem QR-Code liegen?
Die maschinenspezifische Dokumentation: Betriebsanleitung in der zur Maschine gehörenden Version, abrufbar ohne App und ohne Login, verfügbar über die erwartete Lebensdauer, mindestens 10 Jahre.
Was ist IEC 61406?
Die internationale Norm für den „Identification Link": einen eindeutigen, maschinenlesbaren Link am Produkt, der zur produktspezifischen digitalen Information führt. Sie ist der Nachfolger der deutschen DIN SPEC 91406 und die normative Grundlage des digitalen Typenschilds.
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